Lexikon |
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Zainschmiede schmiedeten in den Hammerwerken aus den Grobeisenstäben der Hüttenwerke das Zaineisen, ein Halbzeug (Stab-und Bandeisen), zur weiteren Verarbeitung durch Messer-, Klingen-, Sensen- und Nagelschmiede. Geschmiedet wurde auf leichten Hämmern ( 200 Schläge und mehr pro Minute), die im Bergischen und Westfälichen RECKHÄMMER, und im übrigen Deutschland Zainhämmer genannt wurden. RAFFINIERHÄMMER hießen die Reckhämmer für die Stahlveredelung.
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Zischmenmacher stellten fein und leicht gefertigte, eng anliegende Stiefel, sogenannte Zischmen, mit hohen Schäften her, meist aus Corduanleder. Hierbei wurde die Technik des Umwendens angewandt. Waren die Teile des Oberleders gefüttert und zusammengenäht, wurde die Sohle umgekehrt auf die geeigneten Leisten aufgezweckt. Ebenfalls wurde das Oberleder umgekehrt auf den Leisten gezogen und mit der Sohle zusammengenäht. Danach zog man den Leisten aus dem Stiefel und kehrte diesen wieder um. In manchen Gegenden waren die Zischmen statt mit Absätzen mit hohen Eisen beschlagen und mit goldenen oder silbernen Quasten verziert.
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